Am Sonntag gönnten wir uns einen super entspannten Tag auf unserem Anwesen. Wir frühstückten ausgedehnt, trafen uns immer wieder auf kleine Billard-Turniere und frequentierten den Pool im hohen Maße.
„Das motiviert nicht gerade zum Arbeiten!“
Felix R., Digitaler Nomade
Felix versuchte tapfer, ein paar Mails zu verfassen und Arbeitszeit zu absolvieren. Hat leider nicht geklappt, zu schön war das Hindurchgleiten durch einen perfekten Sommertag.
Donut-Frenchtoast mit Bananen
Besonders Felix und Carsten waren begeistert vom Billardzimmer, die große Couch und weitere gemütliche Sitzgelegenheiten ließen eine angemessene Fan-Menge zu.
Am Nachmittag fuhren wir nach Aguadilla, um Schnorchel-Ausrüstungen zu besorgen, die später sogleich im Pool getestet wurden.
Der Tag endete mit einem Barbecue und entspannt auf der Terrasse.
Uns erreichte die Nachricht, dass am heutigen Tage die Wellen sehr hoch sein würden. Dieses Schauspiel wollten wir uns nicht entgehen lassen. Gleich nachdem Valentina eine schöne Frisur hatte und Florin aus dem Trockner befreit war, starteten wir Richtung Aguadilla.
Kurzer Zwischenstopp bei einer Bäckerei, die uns für ein kleines Strandpicknick ausstatten sollte:
Wir steuerten den „Surfer’s Beach“ an. Ich könnte euch mit sehr vielen Worten beschreiben, wie herrlich es nach Meer duftete, wie fantastisch sich die Brise auf meiner Haut anfühlte oder wie wundervoll der weite und unbegrenzte Blick war, aber seht selbst:
Das Picknick schmeckte uns in dieser Umgebung besonders gut.
Wir liefen weiter zum „Survival Trail“, Flo steckte in der Trage und wir begannen die Klettertour. Nach einiger Zeit brachen wir ab, es war einfach zu gefährlich mit Baby auf dem Rücken. Schlimm war das nicht, fanden wir doch eine Lücke in den Mangroven und einen fast leeren Strand mit Schattenbereichen und beeindruckenden Wellen.
Irgendwann war die Brandung so stark, dass wir uns entschieden, den Rückzug anzutreten. Und da passierte es! Wir sahen Schildkröten im Meer schwimmen! Das wünsche ich mir seit Jahrzehnten und nun war es endlich so weit. Ein sehr schöner, demütiger Moment für mich. Mit ein wenig Anstrengung kann man den Schildkrötenkopf erkennen:
Mit diesem wundervollen Erlebnis, dass für immer in meinen Gedächtnispalast eingeschlossen werden sollte, kehrten wir ins Quartier zurück. Unterwegs gab es noch einen kurzen Stopp am Obststand:
Besonders Florin freute sich über die kleinen gelben Bananen und war sehr glücklich.
Zurück im Quartier kühlten wir uns ab und gönnten uns selbstgemachte Taccos.
Es war ein wunderschöner Tag, der mit seinen Gerüchen, Geschmäckern, Leuchten und seiner Wahrhaftigkeit meine Akkus auf die beste Art und Weise auflud.
Am Freitag, den 16. Februar unternahmen wir eine kleine Rundreise von insgesamt 170 km. Es ging am frühen Vormittag los und unser erster Halt führte uns in den Trockenwald von Guánica, der 1981 zu einem internationalen Biosphären-Reservat erklärt wurde.
Schon der Weg zum Reservat war abenteuerlich!
Wir wurden bei Ankunft von einem sehr freundlichen Ranger begrüßt. Geduldig gab er uns Auskunft und wir entschieden, bei den hohen Temperaturen keine große Wanderung zu unternehmen. Florins Tippel-Schritte gaben das Tempo vor.
Weiter ging es nach La Parguera, welches besonders bekannt ist für seinen guten Fang von Red Snappern. Wir flanierten ein wenig direkt am Hafen, die Dichte an Mangroven ließ wenig Blicke zu. In einer sehr gut klimatisierten Kneipe (mal kein Foodtruck) kehrten wir ein, um einen kleinen Mittagssnack (Ceviche, Taccos, Spaghetti, Limo) einzunehmen.
Valentina entdeckte vor dem Laden einen kleinen Stand mit Schmuck und freute sich über Melonen-Ohrringe.
Gut gestärkt ging es weiter nach Cabo Rojo, wo ein Fischgeschäft ansässig sein sollte. Wie bereits berichtet, ist frischer Fisch hier ein Thema – es ist enorm schwer, einen Laden zu finden. Nach intensiver Recherchearbeit hatten wir den Shop entdeckt und waren sehr froh, nicht umsonst gekommen zu sein: Rote Schnapper und Garnelenschwänze hüpften in unsere Einkaufsbeutel.
Nach diesem Erfolg fuhren wir über sehr steile und enge Bergstraßen zurück in unser Quartier und alle freuten sich auf eine anständige Runde im Pool und Fisch vom Grill. Was soll ich euch sagen? Es war ein Fest!
„Hui!“ riefen die Passagiere auf den Rücksitzen
Am späteren Abend besuchte uns ein Krabbenreiher, er stand einfach so am Pool herum. Felix, bekanntermaßen großer Tierfreund, schlich sich an und schoss einige Schnappschüsse, doch zunächst ein Foto vom Ornithologen beim lautlosen Anpirschen:
Und nun folgen Fotos vom Krabbenreiher:
Was für ein schöner Tag mit vielen bunten Impressionen!
Am Donnerstag stellten wir fest, dass uns die karibische Sonne ziemlich geküsst hatte. Obwohl wir alle mit Lichtschutzfaktor 50 eingecremt und stetig nachgecremt waren, gab es rote Hautstellen. Also brachen wir am späten Vormittag nach Mayagüez auf um Benni einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen: Einmal im Walmart einkaufen gehen. Felix blieb im Quartier um einige wichtige Calls zu erledigen.
Der Supermarkt war gut klimatisiert, die Waren nicht intuitiv zu finden und mit unfassbar vielen Menschen gefüllt. Wir waren sehr froh, gegen frühen Nachmittag bei Wendy’s zu sitzen und unsere Papas con queso zu genießen.
Am Nachmittag kehrten wir in unser Quartier zurück und sprangen direkt in den Pool. Ein karibisches Barbecue und hiesiger Rum machten den Abend perfekt.
Der erste Morgen im neuen Zuhause begann mit Dschungel-Geräuschen und leckeren Frühstücks-Düften aus dem Inneren des Hauses. Es entwickelte sich zur liebgewonnenen Routine am Morgen, frisches Obst und Rührei auf der Küchentheke bereitzustellen und jeder durfte sich nehmen, worauf er Appetit hatte. Es gab auch schon Erdnussbuttersandwiches mit Banane und Sirup, Papayasalat oder Tacos. Die Frühstückscerealien und Donuts finden bei den Kindern im Land des Zuckers freilich auch großen Anklang.
Der Tag sollte heute ausschließlich auf dem Anwesen stattfinden, wir wollten Florin in Ruhe genesen lassen. Nur ein kleiner Einkauf im amerikanischen Supermarkt ließ uns das Haus verlassen. Lebensmittel wie Fleisch, Brot und Kartoffelchips sind sehr günstig, Obst & Gemüse, Hafermilch und Käse sind hingegen sehr teuer.
Besonders schön war, dass Florin wundervoll am Pool spielte. Er übte sich in Balance und Mut, fiel einmal kurz ins Wasser und blickte mich noch im Auftauchen überrascht an. Er weinte nicht mal und spielte einfach weiter.
Florin als Feuerwehrmann
Während unserer Zeit im Garten konnten wir zahlreiche Leguane beobachten, die immer wieder neugierig näher kamen. Auch Papageien und Frösche konnten wir sehen, Katzen nachts hören. Ein entspannter Tag am Pool ließ uns endgültig in den Urlaubsmodus hinüber gleiten.
Am späten Nachmittag machten wir noch einen kleinen Ausflug an den Strand von Rincón, einen Nachbarort. Dort fand Florin eine Kokosnuss und spielte sehr begeistert und sehr lange mit der „große Eiche!“
Unweit vom Strand gab es ein leckeres Abendessen für uns. Aus frischen Zutaten, sehr gut zubereitet.
Am frühen Vormittag verließen wir unser Quartier in San Juan und brachen zum Flughafen auf. Dort holten wir unseren Mietwagen ab, endlich hatte Florin einen ordentlichen und sicheren Kindersitz.
Unser Weg sollte uns nach Aguada führen, eine Stadt im Westen der Insel, umgeben von Regenwäldern und nahe an Traumstränden.
Der Chrysler, mit Carsten als versiertem Fahrer, brachte uns sehr komfortabel an unser Ziel. Ein kleiner Zwischenstopp an einem Foodtruck bescherte uns ein fantastisches Frühstück mit Sandwiches, Waffeln und Frenchtoast.
Die liebevoll zubereiteten Spezialitäten sahen so lecker aus, dass sie sofort gegessen werden mussten. Leider gibt es also nur ein einziges Foto von Valentina mit Waffel.
Generell gab es hier eine beeindruckende Foodtruck-Kultur: Kleine Picknick-Plätze am Straßenrand der Highways, bei denen morgens der Truck einparkt und einfach mal lecker abliefert. Wir haben sehr liebevoll gestaltete Plätze entdeckt und gern frequentiert. Es gab immer nur eine kleine Speisenauswahl, dafür perfekt zubereitet und durchdacht serviert. Tolle Idee!
Dieses gruselige Biest war scharf auf unser Essen!
Nach dieser hervorragenden Stärkung ging es weiter nach Aguada zu unserem Traum-Ferienhaus: Wir durften uns per Schlüsseltresor am frühen Nachmittag selbst einchecken und waren absolut begeistert von dem Anwesen, was für die nächsten 11 Nächte unser zu Hause sein sollte. Wir entdeckten vier Schlafzimmer, vier Badezimmer, ein Billard-Zimmer, eine riesige Küche mit Ess- und Wohnbereich und einen sehr schönen Außenbereich mit Pool, Basketballplatz und großem Gasgrill. Alle waren sofort begeistert und es fühlte sich augenblicklich nach zu Hause an. In den nächsten Stunden sollten wir noch viele weitere nützliche Details entdecken, aber zunächst musste der Pool erobert werden. Valentina und Leo sprangen gleich in Unterhosen hinein und sogar Florin bestand auf ein Bad im kühlen Nass. Erst eine Stunde später durfte ich ihn abtrocknen und aufwärmen.
An diesem Tag passierte nicht viel mehr, als Ankommen, Auspacken, Freuen und Einkaufen. Am Abend hockten wir sehr demütig auf der Terrasse und waren einfach nur erfüllt von all den Geräuschen und Gerüchen. Was sind wir nur für Glückspilze, das Privileg zu haben, unseren Kindern die bunte Welt zu zeigen! Das fanden die vielen Frösche auch und schauten vorbei.
In der Nacht von Sonntag auf Montag regnete es und auch am Morgen schauerte es immer wieder – bei fantastischem Sonnenschein. Wir beobachteten das Schauspiel von unserer Terrasse aus. Gegen 9.30 Uhr hörte es auf und wir starteten zur Festung von San Juan. El Morro. Das beeindruckende Gebäude wurde von uns erkundet, der Ausblick war der Wahnsinn.
Nach diesem historischen Vormittag stärkten wir uns mit Kaffeespezialitäten und Smoothies in einem versteckten Kaffee. Die Lufttemperaturen lagen schon bei 29 Grad, uns war klar, dass heute keine großen Strecken drin sein würden.
Old San Juan lockte dennoch mit seinen bunten Häusern, fröhlichen Klängen und bunten Menschen – wir konnten nicht widerstehen und ließen uns durch die Straßen gleiten.
Das Ende unserer Tour brachte uns in ein sehr gutes und sehr klimatisiertes Seafood-Restaurant. Wir gönnten uns ordentlich und jeder kam auf seine Kosten. Am frühen Nachmittag ließen wir uns in unser Quartier fahren und hielten eine kleine Siesta. Gegen 16 Uhr brachen wir noch einmal zum Strand auf. Die Wellen waren an diesem Tag nicht ganz so hoch, zogen dennoch zahlreiche Wassersportler an, die Florin mit großer Freude beobachtete.
Den Tag ließen wir ganz entspannt mit karibischen Klängen auf unserer Terrasse ausklingen.
Bei herrlichen 28 Grad Lufttemperatur brachen wir auf, um San Juan zu erobern. Selbstverständlich mit Badeutensilien und Wasserflaschen ausgestattet. Die ersten 2.000 Schritte des Tages sollten uns an den Strand führen. In den Tagen vor unserer Anreise gab es noch einige Unwetter und Regengüsse auf der Insel, der Ozean war sehr aufgewühlt. Das bereitete besonders Valentina und Leo viel Freude. Flo und Benni betrachteten das Geschehen lieber aus der Ferne.
An einer besonders exponierten Stelle brachen sich die Wellen und trafen auf ahnungslose Menschen. Wir hatten großen Spaß!
Nach dieser Erfrischung von Außen hatten wir uns eine Abkühlung von Innen verdient: Auf zur Ben & Jerry’s Filiale!
Peppa Wutz fliegt!
Nach der Stärkung ging es weiter am Strand entlang Richtung Festungsanlage. Wir legten immer wieder kleine Stopps ein, um auf das Meer zu blicken, kleine Echsen zu beobachten oder über Taschenkrebse zu lachen. An einem besonders schönen Aussichtspunkt nahmen wir auf dem weichen Rasen Platz.
Valentina zeigte uns ihre aufgeriebene Blase am Fuß, Florins Fieber kehrte zurück und auch die großen Jungs zeigten nach etwa 15.000 Schritten Ermüdungserscheinungen. Wir entschieden uns, noch ein paar hundert Meter zum nächsten Foodtruck zu laufen, uns dort zu stärken und dann ins Quartier zurückzufahren – mit einem Uber. Diese Aussicht aktivierte die Restkräfte und bescherte uns allen eine ganz hervorragende Mahlzeit.
Sehr komfortabel sammelte uns das Uber direkt am Foodtruck ein und brachte uns schnell, sicher und klimatisiert um 16:30 Uhr ins Quartier zurück. Dort hatte die Klimaanlage alles zuverlässig gekühlt und Florin trat einen 14-Stunden-Schlaf an, der ihn fast genesen ließ.
Was für ein exotischer Klangteppich in der Nacht! Ein fröhliches Zirpen, Zwitschern und Pfeifen, am Morgen eifriges Krähen – Willkommen und guten Morgen in San Juan! Bei unserer späten Anreise haben wir nicht mehr viel Kraft gehabt um aufmerksam festzustellen, wohin unsere Reise uns führte. Eines war jedoch beim Verlassen des Flughafengebäudes klar: Es ist Sommer! 😍🌞😎⛱️ So auch am Morgen danach: Sommergeräusche, Sommergerüche und Sommertemperaturen. Wir wachten relativ „normal“ um 5:00 Uhr auf, Flo hatte in der Nacht hohes Fieber aber wir konnten ihm zum Glück schnell helfen. Das frühe Aufwachen bescherte uns den ersten Sonnenaufgang unseres Urlaubs und einen sehr ruhigen Start in den ersten Urlaubstag. Valentina, Leo, Benni und Felix schlummerten nämlich noch friedlich. Carsten, Florin und ich brachen auf, um den nächsten Supermarkt zu finden und das erste Frühstück zu besorgen. Der Kleinste hockte glücklich in seinem Buggy und staunte über die freilaufenden Hühner auf der Straße.
Der Supermarkt war genauso wie wir ihn erwartet hatten: Viel, bunt, Zucker! Dennoch waren wir glücklich über die tolle Auswahl an Obst- und Gemüsesorten, Flo bestand darauf, eine tonnenschwere Melone auf seinen kleinen Beinchen zu transportieren. Für mich war es ein Avocado-Paradies: Perfekte Früchte!!!
Weil in wenigen Tagen Valentinstag sein würde und alle voll drauf abfahren, war der Supermarkt voll bis oben hin mit bunten Torten, Cupcakes, Keksen und Blumen in Plastik.
Das hat Florin sehr beeindruckt und er zeigte aufgeregt mit seinen Fingerchen auf alles Bunte. Sein Wortschatz erweiterte sich um „Torte“, „Kuchen“ und „Süßes“.
Unsere Beute trugen wir schnell nach Hause (kleiner Einkauf für 130 Dollar 😲) und bauten ein Frühstücksbuffet für unsere Schlafmützen auf. Unser erster Tag begann also auch kulinarisch auf dem höchsten Niveau. Unterwegs freuten wir uns über die sauberen und gepflegten Flächen, das satte Grün und die krassen PKWs.