Lagunen, King Coconut und sehr scharfes Curry

Negombo zeigte sich auch an diesem Morgen von seiner entspannten Seite. Nach einem wunderbar lokalen Frühstück – Roti mit Dal, Chili und Kokoshonig – wurden wir gegen 11 Uhr abgeholt.

Bananen, so lecker!

Etwa eine Stunde Fahrt brachte uns zum Dutch Canal. Schon unterwegs merkten wir: Die Fahrer waren freundlich, offen, sprachen sehr gut Englisch. Zwischendurch hielten wir spontan am Straßenrand, um Bananen zu kaufen. Wir lieben diese kleinen, festen, aromatischen Früchte.

Fischfang-Einführung.

Am Kanal angekommen, bekamen wir eine kurze Einführung in den Fischfang der Region, dann stiegen wir ins Boot und fuhren los.

Safety first.

Unterwegs in den Lagunen

Die nächsten eineinhalb Stunden vergingen erstaunlich schnell. Die Lagunen rund um Negombo sind ruhig, grün und voller Leben. Wir sahen Eisvögel, Reiher, Affen, Warane, Pfauen, Fische, Schmetterlinge und sogar ein kleines Baby-Krokodil. Die Kinder hielten ständig Ausschau, wer das nächste Tier zuerst entdeckte.

Vogel.

Zwischendurch gab es für jeden eine King Coconut. Das Kokoswasser schmeckte leicht süßlich und überraschend frisch, genau richtig bei den Temperaturen.

King Coconut – erfrischend und hydrierend.
Ein Waran.

Es war eine dieser Touren, bei denen man nicht merkt, wie die Zeit vergeht.

Freundlicher Typ.

Hinterhof mit Meerblick

Am frühen Nachmittag waren wir zurück in Negombo, hielten aber noch an einem kleinen Restaurant für Einheimische an der Straße. Von außen unscheinbar. Innen eine Überraschung: ein Hinterhof mit Blick aufs Meer.

Wunderschöner Ausblick.

Wir bekamen Curry: köstlich, intensiv gewürzt und ordentlich scharf. Sogar Pubuduni hatte Tränen in den Augen. Wir nahmen es sportlich.

Toller Geheimtipp.

Dazu tranken wir frische Fruchtsäfte. Hier ist es ganz selbstverständlich, dass Mango, Ananas oder Papaya einfach frisch püriert werden. Keine Zusätze, kein Schnickschnack. Ein Glas kostet weniger als einen Euro – mit oder ohne Eiswürfel.

Curry, einfach lecker und super scharf.

Pool oder Pflegeprodukte

Gegen 16 Uhr waren wir wieder im Hotel. Für die meisten stand Pool auf dem Programm. Für Valentina, Pubuduni und mich ging es dagegen noch einmal mit dem TukTuk los. unser Ziel: Spa Ceylon. Ayurveda-Kosmetik stöbern, Düfte testen, ein bisschen durch die Regale wandern.

Chicken-TukTuk.
Sonnenuntergang am Strand.
Beute im Beutel.
Negombo vom Strand aus.

Es war ein Tag mit vielen Eindrücken, viel Natur und unglaublich freundlichen Menschen. Genau die richtige Mischung aus Aktivität und Leichtigkeit.

Besuch.

Erster Urlaubstag – Negombo

Nach einer sehr kurzen Nacht kam der Morgen schneller als gedacht. Viel Schlaf hatten wir nicht, aber die Neugier war stärker als die Müdigkeit.

Schlafenszeit.

Das Frühstück wartete und mit ihm eine Obstplatte, die sofort klarmachte, dass wir nicht mehr in Europa waren. Mangos, Bananen, Papayas, Ananas. Alles unglaublich aromatisch, perfekt reif, genau die richtige Konsistenz. So schmeckt Obst nur dort, wo es wächst.

Schönste Blüte: Frangipani.

Unser Kellner Asiri war die ganze Zeit aufmerksam an unserer Seite. Charmant, freundlich, mit ehrlichem Interesse. Unsere Reisegruppe sorgt nämlich regelmäßig für viel Aufmerksamkeit:

Dass Pubuduni mit uns reist, führt fast immer zur gleichen ersten Annahme: Sie sei unser Guide. Mit einem Lächeln und in super schnellem Singhalesisch stellt sie dann klar, dass wir eine Familie sind und wir ihre deutschen Eltern.

Man merkt jedes Mal, wie diese Information kurz überrascht und dann interessiert aufgenommen wird. Auch Asiri wollte genau wissen, wie wir zusammengefunden haben.

Familienkonzepte sind eben nicht überall gleich – und Neugier ist universell.

Pool exklusiv

Nach dem Frühstück testeten die Kinder sofort den Pool, bei 28 Grad Lufttemperatur. Der Pool gehörte uns allein – herrlich! Ein sehr entspannter Start in den ersten richtigen Urlaubstag. Und eine fantastische Kur, um den schneereichen deutschen Winter endlich zu vergessen.

Snacks am Pool.
Pool-Action
Ready for TukTuk.

TukTuk & erste Meeresbrise

Am späten Vormittag fuhren wir mit zwei TukTuks Richtung Strand, nur etwa zehn Minuten entfernt. Ich möchte betonen: Wir fuhren nicht selbst: Linksverkehr und Asien – gefährliche Mischung für Europäer. Eine Tuktuk-Fahrt kostete übrigens umgerechnet etwa 1,40 EUR.

TukTuks sind das Hauptfortbewegungsmittel.

Mit asiatischem Roller-Verkehr haben wir ja bereits Erfahrung, aber Oma Steffi wurde im lebhaften Linksverkehr leicht blass um die Nase. Es ist und bleibt eine ganz eigene Dynamik: hupen, ausweichen, beschleunigen, bremsen – alles gleichzeitig und nicht unbedingt logisch. Pubuduni sagt: „Links blinken und rechts fahren.“

Am Strand suchten wir uns ein Restaurant mit Blick aufs Meer und bestellten unseren ersten Fisch. Frisch, einfach zubereitet, genau richtig. Dazu dieser weite Blick auf den Indischen Ozean – ein Moment, in dem man merkt, dass man wirklich angekommen ist.

Fischplatte mit Sea-Chicken.
Super Aussicht.
Gute Laune, müde Augen.
Sonnenschutz – super wichtig.

Der Tag endete so ruhig, wie er begonnen hatte. Kein großes Programm, keine To-do-Liste. Nur Sonne, Wasser, Gespräche und das Gefühl, in der neuen Zeitzone gelandet zu sein.

Unser Ziel für diesen ersten Tag war simpel: ankommen.
Und genau das gelang uns.

Besuch am Abend.

Ankunft in Colombo

Um 2:30 Uhr morgens sind wir in Colombo gelandet.
Eine Uhrzeit, zu der man normalerweise nicht besonders aufnahmefähig ist, erstaunlicherweise waren wir es trotzdem.

Am Flughafen lief alles reibungslos. Die Visa hatte Carsten vorab online beantragt, was die Einreise deutlich entspannter machte. Keine langen Diskussionen, keine Unsicherheit, einfach Stempel, Gepäck, weiter.

Direkt vor dem Terminal wartete schon unser Shuttle nach Negombo. Und dort trafen wir Dulhani, Pubudunis Schwester. Obwohl wir uns noch nie gesehen hatten, war sofort klar, wer zu wem gehört. Ein kurzes Wiedersehen, denn Pubu wird ja weiterhin mit uns reisen. Einige Regionen ihres eigenen Landes kennt sie selbst noch nicht. Wir entdecken also gemeinsam.

Und dann war da noch etwas, das uns sofort positiv auffiel: das Klima.
Angenehme 24 Grad in der Nacht. Kein drückender Tropen-Schock, sondern warme, weiche Luft. Genau so hatten wir uns den Start vorgestellt.

Erste Nacht in Negombo

Koffer eignen sich hervorragend zum Klettern.

Unser Hotel, das The Cottage, lag ruhig in Negombo: zehn kleine Bungalows rund um einen sehr schönen Pool. Gegen vier Uhr morgens wurden wir herzlich empfangen, trotz der Uhrzeit wirkte alles vorbereitet und organisiert.

Begrüßung am Morgen.

Wir bezogen unsere drei Ferienhäuser, verteilten Koffer und schlossen die Türen. Als wir schließlich im Bett lagen, wurde es bereits hell.

Der Impuls, einfach wach zu bleiben, war kurz da. Aber wir entschieden uns für ein paar Stunden Schlaf. Wir wollten uns nur einen tag Zeit geben, um in der neuen Zeitzone klarzukommen.

The Cottage, Negombo
Super freundlicher Empfang.

Sri Lanka begann für uns zunächst ganz pragmatisch: ankommen, organisieren, schlafen.

Unsere Route

Drei Wochen. Eine Insel. Und ziemlich viele Ideen im Kopf.

Schon im August 2025 haben wir begonnen, unsere Rundreise zu planen. Nicht mit dem Anspruch, „alles“ zu sehen (das wäre ohnehin illusorisch) sondern mit dem Wunsch, unterschiedliche Landschaften, Stimmungen und Regionen kennenzulernen. Unsere Route ist deshalb eine Mischung aus Kultur, Natur, Bergen und Meer.

Negombo (08.02.2026)
Hier beginnt unsere Reise. Nach der Ankunft wollen wir erst einmal ankommen, tropische Luft einatmen, die ersten Geräusche aufnehmen und langsam in einen anderen Rhythmus wechseln.

Anuradhapura (10.02.2026)
Unsere erste längere Etappe führt uns in das kulturelle Herz der Insel. Alte Königsstadt, jahrtausendealte Geschichte, heilige Stätten. Hier tauchen wir zum ersten Mal tief in Sri Lankas Vergangenheit ein. Auf dem Weg halten wir bei Pubudunis Familie in Kuleyapeteya an. Wir sind zum Lunch eingeladen.

Habarana (12.02.2026)
Von hier aus erkunden wir das sogenannte „Kulturdreieck“. Felsen, Tempel, vielleicht die ersten Elefanten – wir sind gespannt, wie sich diese Landschaft anfühlt, von der wir so viel gehört haben.

Kandy (15.02.2026)
Weiter geht es ins Hochland. Kandy gilt als kulturelles Zentrum des Buddhismus. Zwischen See, Tempel und grünem Umland hoffen wir auf eine Mischung aus Stadtleben und Natur.

Ella (16.02.2026)
Berge, Teeplantagen, Zugstrecken mit Panoramablick: Ella klingt schon beim Aussprechen nach Weite. Hier erwarten wir Sri Lanka von seiner grünen, fast schon mystischen Seite.

Yala Nationalpark (19.02.2026)
Safari-Zeit. Mit etwas Glück sehen wir Elefanten, vielleicht sogar einen Leoparden. Für uns alle vermutlich einer der Höhepunkte der Reise.

Galle (21.02.2026)
Kolonialgeschichte trifft Meeresrauschen. Galle soll entspannter sein, mit alten Mauern, kleinen Gassen und Blick auf den Indischen Ozean.

Colombo (25.02.2026)
Zum Abschluss noch einmal Großstadt. Bevor es zurückgeht, möchten wir das moderne Sri Lanka erleben – quirlig, laut, vielleicht ein wenig chaotisch.

Das ist unser Plan.
Was daraus wird, erzählen wir hier.

Wer uns kennt, weiß: Wir halten uns selten ganz streng an Linien auf einer Karte. Und wenn sich unterwegs eine spannende Abzweigung ergibt, schauen wir meist nicht lange auf den Wegweiser.

Wer mitreisen möchte, folgt einfach diesem Blog.
Über Gedanken, Tipps oder eigene Erfahrungen freuen wir uns immer.

Sri Lanka kurz und knapp

Sri Lanka ist eines dieser Länder, bei dem es gefühlt nur zwei Reaktionen gibt: Entweder jemand war schon einmal dort (und bekommt sofort dieses leuchtende „Ach, Sri Lanka!“ in den Augen) oder man erntet einen leicht fragenden Blick und hört ein vorsichtiges: „Wo genau liegt das nochmal?“

Zwischen begeisterten Erzählungen von Teeplantagen, Elefanten und endlosen Stränden haben wir gemerkt: Sri Lanka ist für viele entweder ein Herzensort oder ein weißer Fleck auf der inneren Weltkarte.

Damit sich das ändert, hier ein paar Fakten rund um das Land, in dem wir gerade unterwegs sind.

Flagge Sri Lankas

Fakten

Lage: Inselstaat im Indischen Ozean, südlich von Indien
Hauptstadt: Sri Jayawardenepura Kotte (Regierungssitz), Colombo (wirtschaftliches Zentrum)
Einwohner: ca. 22 Millionen
Sprache: Singhalesisch & Tamil (Englisch ist weit verbreitet)
Währung: Sri-Lanka-Rupie (LKR)
Zeitzone: +4,5 Stunden im Winter / +3,5 Stunden im Sommer gegenüber Deutschland

Klima

Tropisch-warm das ganze Jahr über. Je nach Region bestimmen zwei Monsune das Wetter, deshalb ist irgendwo auf der Insel eigentlich immer Reisezeit.

Religion & Kultur

Überwiegend buddhistisch geprägt, daneben Hinduismus, Islam und Christentum. Tempel, Stupas und religiöse Feste gehören selbstverständlich zum Alltag.

Sri Lanka mit Kindern

Sri Lanka wirkt auf der Karte überschaubar und genau das soll das Reisen mit Kindern angenehm machen. Man hört, dass Strand, Berge, Teeplantagen und Nationalparks relativ nah beieinanderliegen und die Fahrzeiten dadurch gut planbar sind. Ob das im Alltag wirklich so entspannt ist, werden wir bald herausfinden.

Auch von den vielen Tieren wird immer wieder erzählt: Affen an Tempeln, Pfauen auf Hotelwiesen, Elefanten in freier Wildbahn. Für Kinder klingt das jedenfalls nach einem ziemlich großen Abenteuer. Wir sind gespannt, wie nah man dem Ganzen tatsächlich kommt.

Was uns besonders neugierig macht, ist die oft beschriebene Herzlichkeit gegenüber Familien. Kinder sollen hier ganz selbstverständlich dazugehören. Wir werden sehen, ob wir das genauso erleben.

Zeugnis in der Hand. Endlich geht es los!

Die Zeugnisse waren kaum verteilt, da saßen wir mittags schon im Auto. Während andere vielleicht erst einmal in den Ferienmodus gleiten, sind wir direkt losgerollt: Richtung Süden. Richtung Abenteuer. Richtung Sri Lanka.

Drei Wochen Rundreise. Selbst organisiert. Bereits im August 2025 gebucht. Und jetzt plötzlich: ganz real. So lange Urlaub am Stück hatten wir noch nie. Selbstverständlich stecken die Laptops im Gepäck aber arbeiten in exotischer Umgebung fühlt sich ganz anders an.

Abschied von Paula

Unser erster Halt war in München, bei Felix & Janine. Dort durfte Paula einziehen. Für die nächsten drei Wochen wird sie vermutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen als jemals zuvor. Wir sind ziemlich sicher, dass unsere Hunde-Omi uns kein bisschen vermissen wird.

Mit einem letzten Krauler, einem schnellen Foto und dem beruhigenden Gefühl, dass sie es richtig gut haben wird, ging es weiter zum Flughafenhotel.

Mach’s gut Pauli.

20:00 Uhr kamen wir im Flughafen-Hotel an. Es gab noch ein kleines Picknick in der Lobby und wohlsortierte Vorfreude.
Noch einmal Taschen sortieren. Wecker stellen auf 4:45 Uhr.

Spätestens da wurde klar: Jetzt wird es ernst.

6:00 Uhr. Flughafenmodus.

Um Punkt sechs standen wir am Flughafen München. Unser Auto wurde direkt von einem Fahrer entgegengenommen, der es für die nächsten drei Wochen sicher parkt, ein erstaunlich entspannter Start in den Tag.

Spaß im Aufzug.

Online eingecheckt waren wir zum Glück schon. Während sich eine lange Schlange am Schalter bildete, durften wir mit unserer siebenköpfigen Reisegruppe freundlich daran vorbeiziehen.
Carsten.
Stefanie.
Leo.
Valentina.
Florin.
Pubuduni.
Oma Steffi.

7 sind eine Gang.

Man fällt auf. Immer.

Der Sicherheitscheck war erstaunlich schnell erledigt, insgesamt dauerte das gesamte Prozedere gerade einmal 35 Minuten. Mit Kindern reisen bedeutet nicht automatisch Chaos. Manchmal bedeutet es einfach nur gute Vorbereitung.

Und dann saßen wir da. Mit Kaffee in der Hand. Müde Augen. Große Vorfreude.

Ein neuer Vogel: Dreamliner

Unser Flugzeug war ein nagelneuer Dreamliner A787-9. Noch nie zuvor sind wir mit diesem Typ geflogen. Und spätestens als wir an Bord die Kameraperspektiven auf den Monitoren entdeckten – eine nach vorne, eine unter dem Flugzeug – waren nicht nur die Kinder fasziniert.

7-köpfige Reisegruppe

Vor allem beim Start war die Kamera unter dem Bauch des Flugzeugs spektakulär. Der Moment, wenn sich die Räder vom Boden lösen und München langsam kleiner wird, aus dieser Perspektive sieht man das sonst nie.

Der Flug dauerte nur fünf Stunden und war erstaunlich angenehm.
Florin ist inzwischen absoluter Langstrecken-Profi. Kopfhörer auf, Film an, zwischendurch Snacks und viel kuscheln – zufrieden.

Langstrecken-Profi

Die Stimmung? Durchweg euphorisch. Keine Müdigkeit, kein Stress. Nur dieses leise Kribbeln, das sagt: Jetzt beginnt etwas Besonderes. Es geht wieder los!

Zwischenstopp in Doha

Gelandet sind wir in Doha, Katar. Drei Stunden Aufenthalt. Und was soll man sagen – dieser Flughafen ist eine kleine Stadt für sich. Riesig. Modern. Überraschend familienfreundlich.

In den Armen des großen Bruders schläft es sich ausgezeichnet.

Mehrere Spielplätze mitten im Terminal. Perfekt, um Restenergie loszuwerden. Gerade bei einem Zwischenstopp mit 4-Jährigem Gold wert.

Nach dem Toben kommt der Schlaf.

Während wir durch die Hallen liefen, wurde uns noch einmal bewusst: Das hier ist nicht nur eine Reise. Es ist eine Begegnung. Pubuduni lebt seit neun Monaten bei uns – und nun fliegen wir gemeinsam in ihr Heimatland. Ihre Geschichten haben Sri Lanka für uns lebendig gemacht, lange bevor wir ein Ticket gebucht haben. Wobei wir Sri Lanka schon auf unserer Liste hatten, bevor Pubuduni zu uns gekommen ist. Dass unser Au-Pair aus Sri Lanka kommt, war ein Zufall.

Jetzt sind wir endlich unterwegs. Und alles fühlt sich genau richtig an.

Sri Lanka – schon lange auf unserer Liste

Sigiriya Rock im Hintergrund, Central Province, Sri Lanka

Die Welt wird größer, wenn man losgeht.

Sri Lanka stand bei uns schon recht lange auf der Asien-Liste. Nicht als konkreter Plan, eher als Wunsch, der immer wieder aufkam. Ayurveda, Buddhismus, Safari und die Vorstellung, Elefanten in freier Wildbahn zu erleben, haben dieses Land für uns besonders gemacht. Und nach wie vor genießen wir das „Sommer-im-Winter-Gefühl“.

Die Flüge buchten wir bereits im Sommer, die Hotels im Herbst und erst vor kurzem haben wir uns einen Fahrer gesucht. Also wieder mal alles individuell geplant und gebucht, mit Unterstützung von Pubuduni, die seit Frühjahr 2025 bei uns lebt.

Nach unseren bisherigen Reisen war klar, dass wir auch dieses Mal nicht einfach verreisen, sondern uns Zeit nehmen möchten. Drei Wochen, um anzukommen, weiterzufahren, stehenzubleiben. Um Eindrücke wirken zu lassen und nicht alles sofort einzuordnen.

Pubuduni zeigt uns ihr Heimatland, ihre Kultur und sicher auch Orte, die in keinem Reiseführer stehen. Für uns ist das ein großes Geschenk und macht diese Reise zu etwas sehr Persönlichem.

Wir sind gespannt auf Landschaften, Tempel, Begegnungen und auf all das, was unterwegs passiert, ohne geplant zu sein. Wie immer entsteht dieser Blog parallel zur Reise – als Sammlung von Momenten, Gedanken und Erinnerungen.

In wenigen Tagen geht es los.

Abschied

Nach fast zwei Wochen wieder Socken tragen! Das zögerte ich bis zum Schluss hinaus. Erst am Mittag sollten wir zum Flughafen abgeholt werden. Natürlich gönnten wir uns ein Frühstück in der Villa, blieben bis zur letzten Sekunde im Pool und brachten alle Souvenirs sicher in den Koffern unter.

Amtliches Frühstück

Wir verabschiedeten uns von der Hotelcrew und von unserem Lieblingsfahrer Budi – mit der Gewissheit, nicht das letzte Mal an diesem wundervollen Ort gewesen zu sein. Das gesamte Team hat uns einen perfekten Aufenthalt bereitet, es hätte nicht komfortabler sein können.

Am Flughafen gab es ein letztes Mal mystische Statuen zu sehen und nun mussten leider auch lange Hosen, Socken und Pullover angezogen werden.

Socken, Schuhe, uäääääh!
Als Handgepäck leider zu groß.
Gate-Party

Der Flug nach Taipeh ging gut, die Kinder sind ja mittlerweile schon Profis. Selbst der Kleinste kennt sich prima aus und hatte keine Schwierigkeiten. In Taipeh freuten wir uns, unseren kurzen Aufenthalt auf einem super sauberen Spielplatz verbringen zu dürfen.

Taipeh mögen wir.

Der Flug nach München dauerte dieses Mal 15 Stunden. Wir hatten großen Respekt davor, aber verschliefen etwa die Hälfte davon. Die ersten deutschen Worte, die ich in München hörte, waren: „Grias eich! Familien mit Kindern, do geht’s lang, bittschön!“ Was übersetzt heißt: „Der Urlaub ist vorbei!“ #micdrop

Spa, Shopping und Meeresfrüchte

Dann war er da: Der vorletzte Tag in unserem Paradies. Wir schliefen uns richtig aus (bis 8:00 Uhr) und gönnten uns ein fantastisches Frühstück im Gong Restaurant. Der Tisch bog sich mal wieder unter den tropischen Früchten, frischen Salaten, French Toasts, Bami und Nasi Gorengs, Eggs any Style und frischen Säften. Das Tischgespräch drehte sich natürlich noch um die Eindrücke des Vortags. Bei uns allen hatten die Erlebnisse einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Umso besser, dass wir Ladies uns noch eine wundervolle Spa-Behandlung gönnten: Fußbad, Relaxing-Massage und Gesichtsbehandlung. Dabei bekamen die Gedanken Flügel und wir konnten perfekt entspannen.

Massage-Liegen
Vor der Verjüngung

Nach unserer Verjüngungskur trafen wir die anderen am Strand. Ein letztes Bad im Ozean, ein letztes Mal den balinesischen Sand zwischen den Zehen spüren – Wehmut lag in der Luft.

Florins Lieblings-Ort
Fast wie Ostsee

Es wollten noch ein paar Souvenirs gekauft werden, also machten wir Mädels uns auf zu einer westlich geprägten Mall. Es war herrlich kühl in diesem riesigen Einkaufszentrum! Natürlich war das Warenangebot ein ganz anderes als in Ubud – Preise waren ausgewiesen, ein Handeln nicht nötig, Laden an Laden, sehr gut sortiert und geordnet. In einem sehr großen Supermarkt bewunderten wir die Auswahl an frischen Früchten und bedauerten mal wieder, dass die Früchte in Deutschland nicht mal annähernd so gut schmeckten.

Mall

Nach der Shopping-Tour fuhren wir in unser Hotel zurück und genossen den späten Nachmittag in unseren Pools. Selbstverständlich wurden dabei Drachenfrüchte, Mangostans und Rambutan-Früchte verputzt.

Unseren letzten Abend verbrachten wir in unserem Lieblings-Warung am Strand. Es gab Meeresfrüchte satt und vorsichtige Gedanken an die Rückreise. Ich versuchte, alle Düfte, Geräusche und Eindrücke abzuspeichern und für immer sicher zu verwahren.

Gegrillte Meeresfrüchte
Traurig und glücklich zugleich.

Monarchengarten, Wassertempel, Traumstrand, Salzgewinnung und schwarzer Sand

Die Zeit vergeht immer am schnellsten, wenn es besonders schön ist: Es war plötzlich Mittwoch geworden. Heute hieß es, sehr früh aufzustehen, denn unser Guide sollte uns bereits um 7:30 Uhr abholen. Wir hatten eine große Tagestour in den Norden vor uns. Es war eine wundervolle Überraschung, als uns Agung Dewi sehr herzlich auf Deutsch begrüßte. Noch wussten wir nicht, welch wunderbaren Menschen wir im Laufe des Tages kennenlernen durften.

Müde nahmen wir also im Kleinbus Platz und eine wilde Fahrt begann. Agung gestaltete sie uns sehr kurzweilig: Sie erzählte uns, wie Mädchen als Töchter in Bali und Indonesien behandelt werden, wie sich das Patriarchat auf das Familiengefüge auswirkt, wie man einen balinesischen Führerschein bekommen kann (ab 18, eine Prüfung, ohne Fahrschule), warum Balinesen keinen Familiennamen haben und so viele Indonesier Ihren Urlaub gern auf Bali verbringen. Sie beantwortete alle Fragen gewissenhaft und immer mit einem klugen Humor.

Balinesische Grundschüler in Schuluniform.
Kurze Hosen bedeuten: Grundschüler.

Dank Agung Dewi verging der erste Teil der Fahrt wie im Fluge, der erste Stopp war bei einem kleinen Batik-Handwerksbetrieb. Das kannten wir zwar schon vom ersten Ausflug nach Ubud, aber es war nochmal eine tolle Gelegenheit, um uns mit Sarongs auszustatten.

Entspanntes Einkaufen

Weiter ging es nach Sidemen zu einem Denkmal der balinesischen Besatzungszeit. in einem Monument erinnerten gebastelte Schaubilder an die bewegte Vergangenheit dieser wundervollen Insel. Im Anschluss führte uns ein Zebrastreifen inklusive Verkehrspolizist in einen Monarchen-Garten. Wie eine grüne Oase im trubeligen Verkehrs-Ameisenhaufen erlebten wir dieses liebevoll angelegte grüne Versteck. Angung Dewi erklärte uns, wie an diesem Ort Gericht gehalten wurde und welche Regeln für das balinesische Zusammenleben galten.

Zebrastreifen mit Polizist
Garten mit Wasseranlagen
Spaziergang durch den Garten

Unsere Mägen knurrten vernehmlich und niemand war traurig, als wir zum Mittagessen in einem Restaurant in den Reisterrassen hielten. Mit einem weiten Blick über die Felder schmeckte die Mahlzeit noch viel besser. Während unseres Lunches prasselte übrigens ein Regenguss auf unser Bambusdach hinab. Perfektes Timing!

Pause in den Reisterrassen
Regenzeit macht uns nichts aus, wir haben ein Dach über dem Kopf!

Das nächste Highlight war der berühmte Wassertempel Tirta Gangga, 1946 erbaut vom letzten König von Karangasem. Wunderschöne Statuen in Koi-Teichanlagen, üppig blühende Landschaften und mystische Figuren. Der Tempel in dieser Anlage gilt alt spirituelle Stätte, da das Wasser als heilig gilt und für Zeremonien genutzt wird. Außerdem kommen in den frühen Morgenstunden Schulklassen, um Schwimmen zu lernen.

Steinplatten im Lotusteich
Mystische Skulpturen

Nach der Mittagspause fuhren wir etwa 35 Minuten weiter zu einem geheimen Spot: Ein unfassbar schöner Sandstrand mit perfekten Wellen, der Pantai Pasir Putih, auch „Virgin Beach“ genannt. Die Kinder waren ruckzuck im Wasser, freuten sich über die Abkühlung, den weißen Sand, das glasklare Wasser und die ruhige Atmosphäre.

Perfekter Strand

Der Abschied vom perfekten Strand fiel uns nicht leicht, aber ein letzter Stopp wollte noch erlebt werden: Der schwarze Strand von Pantai Kusamba. Der Sand stammt aus den Vulkanen Balis und ist besonders mineralreich. Wir durften die traditionelle Meersalzproduktion eines balinesischen Ehepaares beobachten. Die Salzproduktion in Kusamba ist mehrere hundert Jahre alt und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Valentina durfte den letzten Teil des Prozesses ausprobieren: Das getrocknete Salz schaben und durch Bambus sieben.

Faszinierendes Handwerk
Salzbauer
Sand-Freund
Salzgewinnung
Valentina durfte es ausprobieren.

Auf dem Heimweg rundete Agung Dewi unsere Eindrücke mit kleinen Geschichten vom balinesischen Dorfleben ab. Außerdem zeigten sich noch einige Makaken am Straßenrand- Florin war begeistert.

Makaken am Straßenrand

Ein Tag voller nachhaltiger Eindrücke ging zu Ende. Ich nahm mir fest vor, einige neue Informationen noch einmal nachzulesen und etwas von der balinesischen Lebenseinstellung in mein Leben zu transportieren. Rahajeng wengi, dumogi nyak nipun turu nyenangin, Bali!