
Die wichtigste Entscheidung unserer Sri-Lanka-Reise war, nicht selbst zu fahren. Wir haben von Deutschland aus einen Kleinbus mit Fahrer gebucht, für die kompletten drei Wochen. Rückblickend war das der Posten, der die Reise getragen hat.
Warum nicht selbst fahren
In Sri Lanka herrscht Linksverkehr, und der Verkehr folgt einer eigenen Logik: hupen, ausweichen, beschleunigen, bremsen, alles gleichzeitig. Unsere Au-pair-Tochter aus Sri Lanka hat es so zusammengefasst: links blinken und rechts fahren. Dazu kommen Fußgänger ohne Gehweg, freilaufende Hunde, Busse, die überholen, wo man es nicht erwartet, und gelegentlich eine Kuh, die den Weg blockiert und sich nicht überzeugen lässt.
Mit einem Vierjährigen im Auto wollten wir das nicht lernen müssen.
Wie wir den Fahrer gefunden haben
Im Januar, also gut einen Monat vor der Reise, haben wir mehrere Angebote von Agenturen eingeholt und mit ihnen telefoniert. Uns war wichtig, dass eine siebenköpfige Gruppe mit viel Gepäck zuverlässig vorankommt. Öffentliche Verkehrsmittel sind in Sri Lanka günstig und gut ausgebaut, mit unserer Gepäckmenge waren sie keine Option.
Bekommen haben wir einen Bus für zehn Personen mit reichlich Stauraum, dazu einen Fahrer und, ohne dass wir danach gefragt hätten, einen zweiten Mann als Helfer. Er hat sich während der ganzen Reise um den Kleinen gekümmert, Spielzeug aufgehoben, Wasser nachgeschenkt, Schattenplätze gesucht. Das war nicht gebucht und war am Ende das Wertvollste.
Worauf wir beim nächsten Mal achten würden
- Fahrzeuggröße eine Nummer größer buchen als die Personenzahl. Gepäck für drei Wochen braucht mehr Platz, als man denkt.
- Vorher klären, wer Unterkunft und Essen des Fahrers zahlt. Das ist regional unterschiedlich geregelt und sollte im Angebot stehen.
- Nach Kindersitzen fragen. Sie sind nicht selbstverständlich. Wer darauf Wert legt, bringt einen leichten Sitz oder eine Sitzerhöhung selbst mit.
- Spielraum im Plan lassen. Unser Fahrer hatte gute eigene Ideen und störte sich nicht an spontanen Änderungen. Genau dafür bucht man einen Fahrer und keine feste Rundreise.

TukTuk für kurze Strecken
Für alles unter zehn Minuten haben wir TukTuks genommen. Eine Fahrt vom Hotel zum Strand in Negombo kostete umgerechnet etwa 1,40 Euro. Zwei TukTuks fassen unsere Gruppe, gefahren wird zackig, und wer Linksverkehr aus der Fahrgastperspektive noch nie erlebt hat, sitzt die ersten Minuten sehr aufrecht.
In Ella haben wir TukTuks auch deshalb genutzt, weil die Straßen steil und eng sind. Mit einem Kinderwagen kommt man dort nicht durch.
Kurz zusammengefasst
Fahrer für die Etappen, TukTuk für den Ort, Highway nehmen, wo es einen gibt. Selbst fahren würden wir in Sri Lanka auch beim zweiten Mal nicht.
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