Auf Fernreisen scheitert selten die große Finanzplanung, sondern der Alltag: der TukTuk-Fahrer will bar, der Geldautomat am Flughafen ist der teuerste im Land, und der einzige Schein im Portemonnaie ist zu groß. Was wir uns auf drei Reisen angewöhnt haben, steht hier.
Vor der Reise
- Die Gebühren der eigenen Karten nachlesen. Fremdwährungsentgelt, Abhebegebühr im Ausland, Mindestbetrag. Die Bedingungen ändern sich häufiger, als man denkt, deshalb lohnt der Blick vor jeder Reise neu
- Zwei Karten mitnehmen, von verschiedenen Anbietern, und sie getrennt aufbewahren. Eine bleibt in der Unterkunft
- Der Bank die Reise melden, wenn der Anbieter das verlangt. Sonst wird die erste Abhebung im Ausland geblockt
- Sperrnummer notieren, nicht nur im Handy, sondern auch auf Papier
- Prüfen, ob die Landeswährung eingeführt werden darf. Sri-Lanka-Rupien zum Beispiel darf man nicht mitbringen, man tauscht erst im Land
Bargeld oder Karte
Die Faustregel, die bei uns überall gepasst hat: Hotels, größere Restaurants, Supermarktketten und Malls nehmen Karte. Alles, was eine Reise interessant macht, läuft bar. Der Obstverkauf am Straßenrand, das Boot durch die Lagune, die Roti-Hütte, das TukTuk, die Toilette an der Landstraße, das Trinkgeld.
Wir tauschen deshalb nicht einmal viel, sondern mehrfach kleinere Beträge, und achten darauf, kleine Scheine zu bekommen. Mit einem großen Schein an einem Straßenstand zu stehen ist unangenehm für beide Seiten.
Die Frage nach der Abrechnungswährung
Am Automaten und beim Bezahlen wird oft angeboten, in Euro statt in Landeswährung abzurechnen. Das klingt bequem und ist fast immer der schlechtere Kurs. Wir wählen konsequent die Landeswährung und lassen die eigene Bank umrechnen.
Wo tauschen
In vielen Ländern ist der Umtausch nur bei autorisierten Stellen erlaubt, also bei Banken, am Flughafen oder im Hotel, und man bekommt einen Beleg. Diesen Beleg hebt man auf. Er kann bei der Ausreise verlangt werden, wenn man Restbeträge zurücktauschen will. Wechselangebote auf der Straße sind es nirgends wert.
Wie viel Bargeld am Körper
Wir teilen auf: ein Tagesbudget im Portemonnaie, der Rest in der Unterkunft, dazu ein kleiner Notgroschen in Euro oder Dollar, den wir nie anfassen. Eine größere Reisegruppe braucht mehr davon, als man denkt, weil alle Eintritte, Snacks und Fahrten sich mit der Personenzahl multiplizieren.
Trinkgeld
In vielen Reiseländern ist Trinkgeld ein echter Teil des Einkommens, ohne dass es jemand einfordert. Wenn man drei Wochen mit denselben Menschen unterwegs ist, mit Fahrer, Guide oder einem Hausteam, lohnt es, dafür von Anfang an einen Betrag zurückzulegen und am Ende zu übergeben, statt jeden Tag neu zu überlegen.
Was wir gelernt haben
Die günstigsten Erlebnisse waren oft die besten. Ein Abendessen in einem lokalen Lokal für neun Personen hat uns in Sri Lanka umgerechnet etwa zehn Euro gekostet. Ein frisch pürierter Mangosaft liegt unter einem Euro. Geld spart man auf Fernreisen nicht beim Essen, sondern bei den großen Posten: Flug, Unterkunft, Transport.
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