Diese Liste ist aus drei Fernreisen mit Kindern entstanden: Puerto Rico, Bali und Sri Lanka, jeweils zwei bis drei Wochen, mit einem Kleinkind und größeren Geschwistern. Sie ist keine Vollständigkeitsliste, sondern die Sammlung der Dinge, bei denen es einen Unterschied gemacht hat, ob wir sie dabeihatten.
Dokumente
- Reisepass für jede Person, auch für Säuglinge. Mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig, das verlangen viele Länder
- Visum oder elektronische Einreisegenehmigung, ausgedruckt und als PDF auf dem Handy
- Impfausweise, falls für das Land relevant
- Auslandskrankenversicherung, Policennummer und Notfallnummer getrennt vom Handy notiert
- Bei Reisen ohne beide Sorgeberechtigte: eine Einverständniserklärung des anderen Elternteils, möglichst auf Englisch, mit Ausweiskopie
- Kopien aller Dokumente in einer zweiten Tasche und in der Cloud
Gesundheit und Apotheke
Das ist der Teil, den man zu klein packt. In abgelegenen Gegenden gibt es zwar Apotheken, aber nicht unbedingt das, was man gerade sucht, und selten in der gewohnten Dosierung für Kinder.
- Fieber- und Schmerzmittel in Kinderdosierung, in der Form, die dein Kind auch nimmt
- Etwas gegen Durchfall und eine Elektrolytlösung
- Mittel gegen Reiseübelkeit. Auf Bergstraßen braucht man es, wir haben es auf der Strecke ins Hochland gebraucht
- Pflaster, Wunddesinfektion, Zeckenzange, Pinzette
- Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, großzügig bemessen. In den Tropen reicht eine kleine Tube für eine Familie keine Woche
- Insektenschutz für Haut und gegebenenfalls für Kleidung
- Handdesinfektion. Unspektakulär und immer wieder nützlich
Kleidung
Wenig, leicht, schnell trocknend. Fast überall kann man während der Reise waschen lassen, und das ist günstiger als ein zweiter Koffer.
- Lange, leichte Hose und ein Oberteil mit bedeckten Schultern pro Person. In buddhistischen und hinduistischen Tempeln ist das Pflicht, nicht Höflichkeit
- Eine leichte Jacke, auch für die Tropen. Im Hochland von Sri Lanka hatten wir 19 Grad und Dauerregen
- Sonnenhut für jeden
- Badesachen griffbereit im Handgepäck, nicht unten im Koffer
- Schuhe, die man schnell aus- und anzieht. An Tempeln zieht man sie mehrmals täglich aus
Für kleine Kinder
- Eine gute Rückentrage. Wir hatten eine Didymos DidiGo dabei und haben unseren Vierjährigen fast ausschließlich darin transportiert. Wo es keine Gehwege gibt, ist sie dem Kinderwagen überlegen
- Ein leichter Buggy zusätzlich, wenn Platz ist. Auf ebenen Tempelanlagen und im Flughafen ist er Gold wert, auch als Schlafplatz im Schatten
- Ein vertrautes Spielzeug, das überall mitkann. Bei uns waren es Dinosaurier, die im Tempelsand genauso funktionierten wie im Flugzeug
- Snacks, die bekannt sind. Nicht als Ernährung, sondern als Rückfallebene, wenn das Essen zu scharf ist
- Eigene Trinkflasche pro Kind
Technik
- Reiseadapter, je nach Land, und eine Mehrfachsteckdose. So braucht ihr nur einen Adapter für die ganze Familie
- Powerbank, im Handgepäck, nicht im Koffer
- Kopfhörer für jedes Kind, auch für die kleinen. Der Klinkenanschluss im Flugzeug braucht klassische Kopfhörer oder einen Adapter
- Vorab heruntergeladene Filme und Hörspiele
- Ersatzkabel. Es geht immer eines kaputt
Was wir inzwischen weglassen
- Halbe Drogerie. Shampoo, Duschgel und Zahnpasta gibt es überall
- Zu viel Kleidung. Wir packen spürbar weniger als bei der ersten Reise
- Reiseführer in Buchform. Ein paar Seiten als PDF reichen, den Rest erzählen Menschen vor Ort besser
- Eigene Handtücher, außer einem leichten Mikrofasertuch
Eine Sache noch
Pack die erste Nacht separat. Wir sind in Sri Lanka um halb drei Uhr morgens angekommen und im Hotel erst gegen vier im Bett gewesen. Wer dann eine kleine Tasche mit Schlafsachen, Zahnbürsten und Windeln griffbereit hat, muss um diese Uhrzeit keine drei Koffer öffnen.
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