Stufen, Geschichten und Baumhäuser in Habarana

Wir starteten früh und das sehr gern, aus unserem eher schmuddeligen Hotel. Manche Unterkünfte verlässt man mit einem letzten wehmütigen Blick, andere mit erstaunlicher Leichtigkeit.

Take-away Frühstück: String Hoppers. Köstlich!
Take-away Frühstück II: Obst. Lecker!
Leo auf Frühstücks-Jagd.

Auf dem Weg nach Habarana machten wir Halt in Mihintale. Auch hier durften wir dank unseres „Boss-Babys“ bis zum nächstgelegenen Parkplatz vorfahren. Ein Vorteil, den wir inzwischen sehr zu schätzen wussten.

Ein Parkplatz-Affe.

Mihintale – zwischen Ruinen und Weite

Mihintale gilt als Wiege des Buddhismus in Sri Lanka. Hier soll im 3. Jahrhundert v. Chr. der indische Mönch Mahinda dem damaligen König begegnet sein. Ein Treffen, das die Geschichte des Landes veränderte. Heute stehen dort Tempelruinen, Stupas und lange Treppen, die sich den Hügel hinaufziehen.

Mystische Atmosphäre.

Zunächst erkundeten wir die alten Mauern und gingen ein Stück am See entlang durch den Wald. Es war still, fast ein wenig mystisch. Bis wir Bären-Exkremente entdeckten. An dieser Stelle entschieden wir uns, unsere Abenteuerlust minimal zu drosseln und kehrten um. Auch mit unserer „Geheimwaffe“ wollten wir kein unnötiges Risiko eingehen.

Magischer Ort.

Unser Onkel, wie wir ihn nannten, hatte früher als Soldat gedient und war im Krieg schwer verletzt worden. Seine Kameraden hatten es nicht überlebt. Er brauchte zwei Jahre, um sich zurück ins Leben zu kämpfen. Dass er heute mit uns unterwegs war, ruhig, aufmerksam, immer mit einem Blick auf Florin, machte ihn für uns noch beeindruckender.

Im Singhalesischen spricht man Menschen selten mit dem Vornamen an. Stattdessen verwendet man familiäre Bezeichnungen. Einen älteren Mann nennt man „Mama“ – Onkel. Jemanden im Alter eines älteren Bruders spricht man als „Aiyaa“ an. Pubuduni nannte unseren Fahrer entsprechend „Bruder“. So sagt Pubuduni zu Carsten und mir „Papa“ und „Mama“. Es ist eine schöne Gepflogenheit: Nähe entsteht über Sprache.

1000 Stufen und ein Gipfelmoment

Dann begann der Aufstieg. Viele Stufen. Sehr viele.
Ein Teil der Strecke wieder barfuß und ohne Kopfbedeckung. Vermutlich waren es an die tausend Stufen bis zum Gipfel.

Florin – wild entschlossen.

Florin ging vorneweg, voller Energie. Die letzten Stufen erklomm er an der Hand einer älteren Dame, die ihn ganz selbstverständlich mitnahm. Es war ein leiser, berührender Moment: ein Kind aus Deutschland, geführt von einer sri-lankischen Großmutter, es bauchte keine Worte.

Super Team auf dem Weg zum Gipfel.

Oben wurden wir mit einem weiten Ausblick und einer ganz besonderen Stimmung belohnt. Wind, Weite, Geschichte.

Ausblick.
Buddha-Statue.

Kaffee-Rettung und Baumhäuser

Danach ging es weiter nach Habarana. Unterwegs brauchten wir dringend Kaffee und fanden ein kleines Café für eine kurze Pause. Natürlich gab es auch etwas zu essen und frische Säfte.

Am Nachmittag erreichten wir unser Resort. Und diesmal war es genau das Gegenteil des vorherigen Hotels. Die Anlage lag in einem liebevoll angelegten Garten, vier Hütten auf Stelzen oder in den Bäumen, denn schließlich befanden wir uns im Elefantengebiet.

Die Badezimmer lagen unter freiem Himmel. Naturgeräusche inklusive.

Leo und Valentina jubelten, als sie die höchste Hütte beziehen durften. Der Pool wirkte einladend, die gesamte Anlage ruhig und besonders. Wir fühlten uns sofort wohl.

Das Abendessen nahmen wir im Hotel ein, während die Dämmerung zwischen den Bäumen versank.

Ein magischer Tag.

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